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von Charles Stross

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von W. Timothy Gallwey

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meine Schreibprojekte

Das &%$%/)(&-Wetter, das ausgefallene Golfturnier sowie der Beitrag von Rüdiger haben mich bewogen, die seit einem Jahr brachliegenden Seiten über meine Schreibprojekte etwas zu Überarbeiten.

Wenn das so weiter regnet, mache ich mich auch noch über die Golfseiten her.

Glück

Der Schreibwettbewerb ist ausgewertet…

Die Vorgaben waren eine echte Herausforderung und das alles innerhalb 48 Stunden.

Schwitzend und fluchend schleppten sie das Gestell den Abhang hinauf. Der Wind verfing sich immer wieder in der Plane, die als Segel dienen sollte und erschwerte ihr Bemühen erheblich. Immer wieder bauschten aufkommende Böen das Segel bist fast zur vollen Größe auf.

„Reicht das nicht?“, fragte John schon zum wiederholten Mal.
„Nie im Leben! In dieser Höhe kommen wir nicht weit und landen mitten im Meer. Dann hätten wir gleich rüber schwimmen können. Das hätte den Haien bestimmt gut gefallen. Wir müssen aus maximaler Höhe abspringen, damit wir überhaupt eine Chance haben, diese verdammte Insel da drüben zu erreichen.“.

Seit nunmehr 4 Tagen hingen sie hier fest. Dass sie ihre Cessna 182 „Skylane“ noch eingermasen landen konnten, grenzte schon an ein Wunder. Die Kahlheit der Insel rette ihr Leben. So konnten sie die Bruchlandung einigermaßen steuern und wurden nicht durch Bäume oder ähnliches abrupt abgebremst.

Glück und Pech schienen sich in den letzten Tagen regelrecht abzuwechseln.
Der Motorschaden! Pech.
Die Bruchlandung ohne Verletzungen überstehen! Glück!
Auf einer Insel gelandet zu sein, die so gut wie keine Vegetation und darum auch keine Tierwelt beheimatet! Pech!
Die Ladung… Na ja, man kann es unter diesen Umständen als Glück bezeichnen.
Ein Karton mit Dosenananas und ein Karton mit Dosentomaten können lebensrettend sein, wenn man sonst keine Lebensmittel hat.
Natürlich war das Funkgerät defekt! Pech!
Jetzt kommt hoffentlich die zu erwartende Glücksphase.

Aus Verstrebungen der Cessna, angeschwemmten Treibholz und den Abdeckplanen der Cessna, die sie diesmal glücklicherweise mitführten, bauten sie sich ein abenteuerliches Fluggerät, das entfernt, sehr entfernt an einen Drachen erinnerte. Oder, je nach dem, von welcher Seite man es betrachtete, auch an einen Gleitschirm mit einem überdimensionalen Gestell. Das Gestell musste immerhin zwei erwachsene Männer tragen könne. Die Konstruktion verdankten sie John, der neben seinem Profisport Kung Fu, Peter immer wieder mal zum Drachenfliegen animierte. Ihnen blieb keine andere Wahl. Die Vorräte waren so gut wie aufgebraucht. Lebensmittel gab es keine auf diesem gottvergessenen Eiland. Und das Meer war verseucht mit Haien. Man sah so viele Schwanzflossen vor der Küste kreuzen, dass sich die Vermutung aufdrängte, die Haie wissen genau, dass hier Futter kommt.

Endlich hatten sie die Anhöhe erreicht.
„Von hier oben sieht das gar nicht mehr so hoch aus“ bemerkte Peter. Ihm war mittlerweile schon etwas mulmig. Die Anstrengung stand beiden noch ins Gesicht geschrieben und liess sie nicht gerade zuversichtlich aussehen.

„Lass uns ein paar Minuten ausruhen“ Peter setzte sich hin und betrachtet sorgenvoll den Himmel.
Wolken waren aufgezogen. Dunkle Wolken.
„Wollen wir nicht lieber den aufkommenden Wind ausnutzen?“ John deutete auf die Wolken, die Geschwindigkeit aufgenommen hatten.
„Du hast Recht!“ Peter versuchte zuversichtlich zu schauen, was ihm aber nicht so recht gelang.

Sie stellten sich beide in das Gestell, blickten sich noch kurz an. “ Dann mal los“ krächzte Peter und, wie vorher vereinbart, rannten sie beide so schnell sie konnten auf den Abgrund zu.
Wilde Gedanken schossen Peter durch den Kopf, „Hätte es nicht doch eine andere Lösung gegeben?“, aber in diesem Moment fielen sie schon ins Leer und stürzten drei bis vier Meter senkrecht in die Tiefe, bevor ein Aufwind sich in ihrem Drachensegel verfing und sie ruckartig nach oben riss.
„Es funktioniert“ schrie Peter überschwänglich. Und tatsächlich trieben sie wie geplant Richtung der rettenden Insel entgegen, wo man schon aus dieser Entfernung die üppige Vegetation ausmachen konnte. Ihr El Dorado.

„Pass Du auf das Steuerruder auf.“, sagte John. Besorgt betrachtet er über sich die immer dunkler werdenden Wolken und unter sich die Dutzende von Haifischflossen.

Sie hielten wie durch ein Wunder die Höhe. Die Insel nähert sich langsam, aber stetig.

Plötzlich sackten sie mehrer Meter ab und eine starke Böe erwischte sie.
„Wir fliegen ja rückwärts“ schrie Peter mit vor Verzweiflung überschlagender Stimme.
„Ich kann nichts dagegen machen“ John war den Tränen nahe und bewegte wild das Steuerruder.
„Du musst das Steuerruder ganz zu dir herziehen, dann drehen wir uns etwas. Das könnte reichen“
John riss am Ruder. Es bewegte sich nicht. „Es klemmt!“ John starrte Peter mit vor Panik geweiteten Augen an.
„Du musst es bewegen, oder wir werden zurückgetrieben“ Peter Stimme überschlug sich.
John riss wie wild an dem Ruder. Es knackte und mit einem lauten Krachen schnellte es auf ihn zu. Da nutze ihm all seine Kung Fu Künste nichts. Das Ruder kam mit großer Geschwindigkeit auf ihn zu, dass ihm keine Reaktionszeit mehr blieb. Das aus Streben der Cessna zurechtgebogene Ruder hinterließ einen langen, dunkelroten Striemen, der sich von der linken Augenbraue bis fast zum rechten Mundwinkel diagonal durchs Gesicht zog. Es schmerzte höllisch. Er sah die vielbeschriebenen Sternchen vor Augen, wollte sich aber nichts anmerken lassen.
„Nichts passiert. Tat gar nicht weh“ sagte er. Meinte er zu sagen. Aber es kam irgendwie nur ein Röcheln aus seinem Mund. Das Ruder sorgte neben dem dunkelroten Striemen auch für eine Platzwunde an der linken Augenbraue. Das Blut floss ihm langsam, aber beständig ins Auge und sorgte für ein starkes Brennen. Ihm wurde leicht schwindelig. Der Horizont kippte ab. Das nächste, das er sah, war das Gesicht von Peter, der sich besorgt über ihn beugte. Aber Peter wurde immer kleiner. Da wurde ihm bewusst, dass er den Halt verloren hatte und aus dem Gestell geglitten war. Das Wasser kam immer näher.
„Müsste ich jetzt nicht schreien“ fuhr ihm durch den Kopf. Dann wurde es plötzlich eiskalt, als er in das vom mittlerweile aufgekommenen Sturm aufgepeitschte Wasser eintauchte.
Peter sah wie betäubt seinen Freund in den Fluten verschwinden. Genau mitten in einen großen Pulk von Haifischflossen. Wenige Sekunden danach bildete sich an der Stelle ein rötlicher Fleck, der sehr schnell immer weiter verwässerte, bis nichts mehr auf seinen Freund hinwies.

Zum Nachdenken oder gar Trauern blieb ihm keine Zeit. Das schnell zusammen gezimmerte Fluggerät war auf eine einseitige Belastung nicht ausgelegt. Wild schlingerte er durch den immer stärker aufkommenden Sturm. Er versucht sich in der Mitte zu halten, damit die Konstruktion nicht nach einer Seite abkippte und er seinem Freund unweigerlich folgen musste.
Die Sichtweite betrug nicht einmal mehr hundert Meter. Starker Regen hatte eingesetzt. Der Sturm entwickelte sich zu einem regelrechten Orkan. Wild wurde er hin und her geschaukelt. Manchmal machte er Sätze von vielen Metern durch die Luft.
Wie lange das jetzt schon ging, konnte er beim besten Willen nicht sagen. Eine Stunde? Viele Stunden? Er hatte jedes Zeitgefühl verloren. Seine Kraft reichte kaum noch aus, um sich festzuhalten. Langsam ließ der Sturm nach. Die Wolken verzogen sich. Die Sicht wurde langsam besser. Mühsam konnte er die Augen offen halten. Nur nicht einschlafen.
„Wo ist die Insel?“ fuhr es ihm durch den Kopf. Er versuchte sich umzudrehen, aber ringsum nur Wasser. Panik erfasste ihn. Wie weit war er nur abgetrieben? Ein Gedanke schoss ihm durch den Kopf.
„Direkt unter mir?“ Mit letzter Kraft und voller Hoffnung senkte er den Blick. Nichts. Nur Wasser. Meilenweit nur Wasser. Und Haifischflossen. Er bemerkte, wie er langsam, aber sicher immer weiter sank. Aufwinde gab es hier nicht.

Ergeben fügte er sich in sein Schicksal, als ihn das kalte Wasser empfing und die Haie auf ihn zuschossen.

Dafür gab es den zweiten Platz :-)

Urlaub

Ich freu mich wie ein kleiner Bub!!!

Ab morgen habe ich 3 Wochen Urlaub.

Das wird Erholung pur.

Nur lesen, schreiben, womöglich mal wieder kochen (auf jeden Fall viel grillen), mit Sohnemann und ehefrau was unternehmen, NICHT irgendwohin viele Stunden im Auto hinfahren, meinen Sohn zum ersten Schultag begleiten, diverse Projekte von ehefrau abarbeiten, golfen?.

Ob da drei Wochen überhaupt reichen?

Schreibwettbewerb Juli II

So, die Geschichten sind Online.

Vier Schreiberlinge kämpfen um die Plätze ;-)

Hier könnt Ihr alle eingereichten Kurzgeschichten lesen.

 

Na? Welche ist wohl meine?

Schreibwettbewerb Juli

Auf Kurzgeschichten-Welt.de wurde gestern Abend die mtl. Aufgabe für Juli veröffentlicht:

Und wieder sind es nur 48 Stunden …

… und ich habe Urlaub. Doch für Euch gibt es …

DIE AUFGABE

Eine Speiche an meinem Fahrrad hat mich zum heutigen Thema inspiriert. Es lautet:

Glatt durchgebrochen!

Tja, doch was ist durchgebrochen? Und weswegen? Welche Folgen hat das? Nun, ich weiß es nicht. Lasst Euch etwas einfallen – egal, ob lustig, tragisch, romantisch, mysteriös, beängstigend oder … äh … bomfortional. Denkt Euch einfach etwas aus – das Genre ist Euch überlassen.

Ach ja, da sind ja noch ein paar Punkte, die Ihr einbauen solltet. Wie Ihr das macht, ist Euch überlassen … aber die Punkte müssen irgendwie angesprochen werden:

  • Der Wind war ziemlich stark. Deswegen flog es rückwärts. Was? Das ist Euch überlassen!
  • Klärt bitte die Frage, ob es das tiefe G war oder ob Barry White -> auf der Bühne gefurzt hat, als Euer Protagonist ein Konzert von ihm besuchte.
  • Der beste Freund Eures Protagonisten kann Kung Fu. Trotzdem hat er fürchterlich eins in die Fresse bekommen. Aber warum nur?

So, ich denke, diese Aufgabe ist durchgedreht genug, um Euch herauszufordern. Und weil es diesmal doch sehr absurd ist, soll es eine kleine Erleichterung geben: Ihr müsst nur zwei von den drei genannten zusätzlichen Punkten verarbeiten (ich möchte wetten, der gute Barry White bleibt auf der Strecke, hehehe).

Haut rein!

EINSENDEFORMULAR UND EINSENDESCHLUSS

Die Ergebnisgeschichten können mithilfe des Eingabeformulars eingeschickt werden. Einsendeschluss ist Sonntag, der 13. Juli 2008 um 19 Uhr.

Mal wieder eine knackige Aufgabe!

48 Stunden Zeit für Plot zum Thema ausdenken, abstruse Bedingungen einflechten, die nicht ganz so wild an den Haaren herbei gezogen sind, niederschreiben, setzen lassen, lesen, überarbeiten, setzen lassen, lesen, überarbeiten, Zweifel wegwischen, Formular abschicken.

Hört sich stressig an. Ist es auch. Aber macht einen Mordsspass. Man darf an sich selbst die Ansprüche nicht zu hoch stellen, sonst gibt das nie was in 48 Stunden.

Ich hab mir eine nette Geschichte einfallen lassen. Die Regeln des Wettbewerbs besagen, dass bis zur Veröffentlichung der Sieger alles anonym ablaufen muss. Darum werde ich die Geschichte erst in 14 tagen hier veröffentlichen. Die Idee der Geschichte ist ausbaufähig. ich werde in der Zwischenzeit weiter daran arbeiten (zB die abstrusen Bedingungen raus. Ein paar Stellen weiter ausbauen usw)

Ab Sonntag Abend kann man alle eingereichte Geschichten bei Kurzgeschichten-Welt.de lesen. Registrierte Mitglieder (kostenlos) können dann 14 Tage abstimmen.

Gewonnen

Ich hatte mich im April wieder an einem Schreibwettbewerb beteiligt:

Und wieder sind es nur 48 Stunden …

 

 

… in denen Ihr eine Kurzgeschichte schreiben könnt. Worum es darin gehen muss, verrät Euch …
DIE AUFGABE

Das zentrale Thema heute: Das kam zu früh!

Aber was denn nur? Und weswegen? Und wie? Und wo? Tja, da müsst Ihr Euch etwas einfallen lassen!

Schlimm nur, dass diese Sache nun für einige Verwirrung sorgt. Zur rechten Zeit gekommen, wäre alles ganz einfach und plausibel gewesen. Jetzt weiß aber niemand so recht, was er von der Sache halten soll. Wie? Warum? Keine Ahnung – das überlasse ich auch ganz Euch.

Mit dieser kurzen Geschichte hab ich mich beteiligt…

Planungsfehler

Der Kellner kommt in der noch immer gut gefüllten Pizzeria zielstrebig auf ihren Tisch zu, räumt die leeren Teller ab und fragt freundlich:“Darf’s noch etwas sein? Ein Espresso, vielleicht?”

 

“Magst noch was, mein Hase?”, wendet sich Markus mit einem Blick an seine Frau Julia, der eher sagen soll: “Lass uns doch lieber gleich nach Hause gehen”.

Sie kennt ihren Mann genau, schaut ihn nach so vielen Jahren immer noch verliebt an und meint: “Es ist ja schon spät. Bald Mitternacht. Lass uns lieber gehen”.

“Nein danke, nur noch die Rechnung, bitte”. Markus ist erleichtert. Immerhin sitzen sie seit fast zwei Stunden hier.

Ein lauer Wind umschmeichelt sie, als sie das Restaurant verlassen. Julia schmiegt sich eng an Markus, er legt den Arm um sie. Langsam schlendern sie Richtung U-Bahnstation.

“Sollen wir durch den Park nach Hause laufen? Das sind doch höchstens dreißig Minuten”. Julia schaut ihn dabei mit einem Blick an, dem er noch nie widerstehen konnte. Er weiß genau, durch den Park braucht man mehr als eine Stunde. Aber er weiß auch genau, wie unwohl sich Julia in der U-Bahn fühlt. Und das Geld für ein Taxi ist einfach nicht drin. Die Nacht ist ja auch wirklich schön. Der Mond scheint hell am Himmel. Die Wege sind durch Laternen, die ein angenehmes, gelbes Licht abgeben, gut ausgeleuchtet. Zu dunkel wird es nicht werden.
“Na gut”, denkt er, “Und womöglich ergibt sich ja die Gelegenheit…”. Grinsend schiebt er den Gedanken bei Seite. Wir sind ja jetzt nun wirklich keine Teenager mehr.

“Ich seh’ dir genau an, woran du wieder denkst. Vergiss es!”

Nach einem leichten Knuff in die Seite hakt sie sich wieder bei ihm ein. Wie zwei jungverliebte schlendern sie engumschlungen Richtung Park. Sie plappert in Einem fort, springt von einem Thema zum nächsten, ohne dass er eine Chance hat, ihr wirklich zu folgen. Ab und zu gibt er einsilbige Antworten, die mehr einem Brummen oder Grunzen gleichen als realen Wörtern oder gar Sätzen. Aber das ist schon eine Art Ritual für sie beide. Sie kommen seit Jahren gut damit zurecht.

Endlich findet sie mal eine Pause und beide gehen schweigend ein paar Minuten nebeneinander her. Er genießt die Stille.

“Wie still es im Park um diese Zeit ist“, flüstert Julia. „Gibt es denn hier keine nachtaktiven Tiere?“ Er will antworten, wird aber von einem ungewöhnlichen Geräusch unterbrochen. Ungewöhnlich für diese Uhrzeit. Es ist gerade mal kurz nach Mitternacht. Und die Vögel zwitschern. Nur wenige. Aber in dieser Stille ist das ein nahezu durchdringendes Geräusch. Immer mehr Vögel fallen in das Konzert mit ein. Sie schauen sich etwas verwundert an.

„Haben wir die geweckt?“, flüstert Julia und blickt fragend zu ihrem Mann. Markus schaut auf seine Uhr „Es ist 00:30, da lassen sich Vögel nicht so einfach von zwei Spaziergängern wecken. Die sind an das Stadtleben schon lange gewöhnt. Lass uns weiter laufen, es ist schon spät“. Julia hakt sich wieder bei Markus ein. Sie schlendern den Weg weiter. Noch gut die Hälfte der Strecke haben sie vor sich. Langsam überkommt beide ein mulmiges Gefühl. Immer mehr Vögel stimmen in das Konzert ein.

Ohne sich verabredet zu haben, beschleunigen sie fast synchron ihre Schritte.

„Irgendwas stimmt doch mit dem Licht nicht. Es wird immer heller!“. Julias Stimme klingt schon ein wenig schrill.

Tatsächlich. Es ist unmerklich immer heller geworden. Der gelbe Schein der Laternen ist kaum noch auszumachen. Den Mond kann man noch gut erkennen, allerdings trägt er nicht mehr wesentlich zur Beleuchtung bei.

„Das kann doch nicht sein!“, Markus schaut auf seine Uhr, „bei mir ist Zwanzig vor Eins, wie spät hast du?“.

„Genau wie bei Dir, gleich Viertel vor Eins“.

Markus fischt sein Handy aus der Jacke in der Hoffnung, dass dessen digitale Uhr etwas anderes anzeigt. Aber diese Hoffnung erfüllt sich nicht.

„Markus“, flüstert Julia entsetzt und zeigt mit dem Finger in Richtung Osten.

Er dreht sich um und schaut geblendet in das rötliche Leuchten der Sonne, die in diesem Moment am Horizont erscheint.

Ungläubig staunend wendet er sich wieder zu Julia um. Aber da ist keine Julia mehr. Auch kein Weg. Keine Bäume. Es ist wieder still. Und dunkel. Die Bäume verschwinden ebenso wie der Mond. Auch Markus gibt es nicht mehr. Es ist schwarz. Nichts existiert mehr.

 

 

Die Tür wird beinahe aus den Angeln gerissen, als Gott in den Raum stürmt. „Seid ihr denn von allen guten Geistern verlassen?“, schreit er die zwei Techniker an, die schuldbewusst vor ihren Konsolen sitzen. „Wer hat die Tagessimulation im Ablaufplan geändert? Die ist vier Stunden zu früh gestartet! Habt ihr überhaupt eine Ahnung, was ihr damit angestellt habt? Wir mussten die Simulation komplett neu booten! Das bekommen wir nie wieder so hin, wie es sich aufgebaut hat, Jahre von Arbeit sind einfach durch den Kamin gegangen!“.

da ich schon wieder “gewonnen” (Ich war nicht alleine auf Platz 1, aber da seh ich mal großzügig drüber weg ;-) ) habe, führe ich jetzt die Jahresrangliste an, obwohl ich erst im März eingestiegen bin *stolz*

Gewonnen!

Wie der fleissige Blogleser ja weiss, habe ich mich am 16.3.08 an einem Schreibwettbewerb beteiligt.

Man bekam 48 Stunden Zeit.

Das Thema: Das war gelogen!

So weit, so gut. Es gab aber noch ein paar Randbedingungen:

  • Zu dumm aber, dass die Lüge in Eurer Geschichte fürchterlich nach hinten losgeht – denn aus der Lüge wird plötzlich Wahrheit. Dabei hatte der Lügner überhaupt nicht damit gerechnet und steckt nun übel in die Patsche. Denn plötzlich geht für ihn fürchterlich die Post ab!
  • Baut bitte noch mindestens zwei dieser drei Punkte mit ein – egal, ob wörtlich oder thematisch (für die ganz Harten unter Euch):

    • Wäre der Gartenzaun nur 10 Zentimeter höher, dann wäre nichts passiert!
    • Bitte, dreh’ das Wasser ab – die Dame guckt schon ganz komisch.
    • Wir sollten ein Kondom benutzen – vielleicht kriegen wir da genug Ketchup rein.

Diese Woche wurden dann die Ergebnisse präsentiert. Was soll ich sagen? Ich hab den ersten Platz belegt. Knapp, aber doch! :-)
Damit bin ich den der Jahreswertung auf den zweiten Platz gelandet…

Hier kann man das Ergebnis lesen

Die Prüfung (überarbeitet)

Die Osterfeiertage habe ich genutzt, um die Geschichte weiter zu überarbeiten. Von 3578 Worten hab ich sie auf 2586 Worte gekürzt. Aber jetzt bin ich unsicher, ob sie mir noch gefällt :-(

Die Prüfung

„Was soll jetzt das?“ Ein enervierendes Geräusch zwingt mich, die Augen zu öffnen. Etwas benommen richte ich mich auf. Bin ich letztendlich doch eingeschlafen? Wo ist der Wecker?
Ich taste mit halb geöffneten Augen den kleinen Tisch neben meinem Bett ab und stoße nach kurzem rumtasten mehrer Bücher vom Tisch. Ich fische weiter nach dem Wecker. Na endlich, da liegt er. Mit dem Ziffernblatt nach unten. Darum ist es so stockdunkel. 06:03 leuchte es mir rot entgegen. Langsam lass ich mich wieder ins Kopfkissen sinken. Nur noch zehn Minuten schlafen. Das kann doch nicht zuviel verlangt sein.

hier weiterlesen …

Schreibprojekte

Ich hab mal versucht, alles, was ich bisher geschrieben habe, an einem Platz zu archivieren und dem geneigten Leser zu präsentieren.

Dort werde ich auch die diversen Kommentare bzw. Kritiken, die ich auf den unterschiedlichsten Plattformen bekomme, sammeln.

Hier kann man sich das mal anschauen… 

Schreibwettbewerb

Seit kurzem bin ich bei Kurzgeschichten-Welt Mitglied.

Dort gibt es einen Schreibwettbewerb für registrierte Mitglieder. Die Aufgaben werden monatlich gestellt, bis sich aus den 12 Monatssiegern ein Jahressieger ergibt. Die Aufgaben kann man durchaus als skurril betrachten. Als Beispiel hier mal die März-Aufgabe:


Die Weltmeisterschafts-Aufgabe im März 2008

Und wieder sind es nur 48 Stunden …

 

… in denen Ihr eine Kurzgeschichte schreiben könnt. Zum Glück nicht vom Sturm weggeweht:

DIE AUFGABE

 

Auf der Startseite hatte ich Euch ja schon ein bisschen darauf vorbereitet, heute könne die Post hier abgehen. Damit sind wir dann auch schon beim Thema:

Das war gelogen!

 

Zack, da habt Ihr’s, hehehe.

Zu dumm aber, dass die Lüge in Eurer Geschichte fürchterlich nach hinten losgeht – denn aus der Lüge wird plötzlich Wahrheit. Dabei hatte der Lügner überhaupt nicht damit gerechnet und steckt nun übel in die Patsche. Denn plötzlich geht für ihn fürchterlich die Post ab!

Baut bitte noch mindestens zwei dieser drei Punkte mit ein – egal, ob wörtlich oder thematisch (für die ganz Harten unter Euch):

  • Wäre der Gartenzaun nur 10 Zentimeter höher, dann wäre nichts passiert!
  • Bitte, dreh’ das Wasser ab – die Dame guckt schon ganz komisch.
  • Wir sollten ein Kondom benutzen – vielleicht kriegen wir da genug Ketchup rein.

 

Na, ist das mal ein hübscher Brocken? Haut rein!

EINSENDEFORMULAR UND EINSENDESCHLUSS

 

Die Ergebnisgeschichten können mithilfe des Eingabeformulars eingeschickt werden. Einsendeschluss ist Sonntag, der 16. März 2008 um 19 Uhr.

Das Formular ist hier zu finden ->
Bitte beachtet – wie immer – auch die allgemeinen REGELN -> zum Wettbewerb – danke!


Ob ich da mitmachen werde, darf ich nicht sagen (Wettbewerbsregeln).Falls ich eine Geschichte einreiche, kann ich die frühestens in zwei Wochen hier veröffentlichen. Bei Kurzgeschichten-Welt.de kann man die eingereichten Geschichten lesen (der Autor wird erst nach Ablauf der Bewertung bekannt gegeben) und als registriertes Mitglied eine Bewertung abgeben. Lesen und kommentieren können auch Gäste