Neuss – Restaurants – Gourmet
Am 24.2.2007 haben wir uns endlich mal die Zeit genommen endlich mal wieder gut Essen zu gehen. Wir haben uns das Restaurant Spitzweg in Neuss rausgesucht.
Der erste Eindruck
Das Lokal macht von aussen einen netten Eindruck.
Allerdings ist die Inneneinrichtung schon etwas seltsam. Dunkelrote Wände. Die Stühle mit Leopardenfell überzogen. Als ich das das erste mal sah, dachte ich, so in etwa muss es wohl in einem Bordell aussehen…
Die Farbtöne findet man auch auf der Webseite wieder.
An den Wänden hängen selbstverständlich einige Spitzwegs…
Aber die Kritiken der Küche sind im allgemeinen gut bis sehr gut. Wir haben uns nicht von der Einrichtung abhalten lassen. Gott sei Dank…
Die Küche / Speisekarte (die Webseite verspricht:)
… Auszüge aus unserer Speisekarte
Geniessen Sie einen kleinen Auszug unserer Speisen,
die fast wöchentlich neu zusammengestellt wird
aus sorgfältig ausgesuchten Produkten.
Frisch duftende Kräuter, hochwertige Öle,
vergessene Gemüse,
vereint mit regionalen, saisonalen Produkten,
werden zu Tafelfreuden verarbeitet,
die in idealer Weise Tradition und die Lust auf Neues
miteinander verbinden.
Speisen die auf einfache und beste Weise hergestellt werden
und sich durch ihren natürlichen Geschmack auszeichnen.
Alle unsere Speisen werden frisch zubereitet.
Kleinere Wartezeiten bitten wir daher zu tolerieren.
Entspannen Sie in ungezwungener, persönlicher Atmosphäre
in Ihrem Restaurant.
Dem Anlass angemessen, musste es das große Menü sein…
Vorweg gab es ein Amuse Bouche
(diesen Ausdruck habe ich zum ersten Mal gehört. Bis jetzt gabe es immer ein Amuse Gueule . Dem Französichsprechenden Menschen ist der Unterschied sofort klar, mir musste ehefrau es erst erklären: Bouche heisst Mund und Gueule heisst Schnauze oder gar Fresse…)
Gegrillter Bauchspeck auf Linsensalat an altem Balsamico Essig mit frisch Kräuter
Das war gleich mal sehr lecker, ein hervoragender Einstieg, der uns auf die weiteren Gänge freuen ließ
Die Vorspeise:
Thunfisch medium gebraten auf Zitronengrasspiessen an Ingwerrotkraut überstreut mit Zwiebelsaat.
Für Fischliebhaber, speziell für Sushi-Liebhaber ein Genuss. Ein wirklich hervoragendes Stück Thunfisch in großes Würfel aufgespiesst und kurz aber scharf angebraten. Der Kern war noch roh. Für manch einen ein Problem, für uns ein Genuss.
Die Suppe:
Orangen-Karottenschaumsuppe mit frittierten Rote Beete Chips
Von Suppen bin ich ja normalerweise nicht so schnell zu begeistern. Ich esse die ganz gern, aber das wars dann auch schon.
Diese Mischung aus Orangen und Karotten als würzige Suppe war wirklich gelungen. Die frittierten Rote Beete Chips gaben nach und nach ihre rote Farbe und den Geschmack an die Suppe ab. Ein ästehtischer und kulinarischer Genuss
Die Hauptspeise:
Rosa gebratene, ganze Entenbrust auf winterlichem Gemüse, Grapefruit und Chili, mit Duftreis
Uii, was für eine Menge! Eindeutig zuviel in solch einem menü. Aber die Fleischqualität war 1a (und da kennen wir uns aus, wir bereiten selbst Ente in allen denkbaren Variationen zu), das gemüse auf den Punkt gegart, also schön knackig, die Chilli-Nuance in Verbindung zum Duftreis gab dem ganzen eine Ostasiatische Note. Leider waren die Messer etwas stumpf! Aber das gibt höchstens Abzug in der B-Note …
Das Dessert:
Dessertvariation
Die Variation bestand aus Creme brulee Cocos, verschiedenen exotischen Fruchtstücken, selbstgemachtem Pistazieneis und einem Stück von der Zitronentarte…
Alles in allem war es recht lecker, aber durch die große Portion Hauptgericht war man einfach schon zu satt…
Resümee
Die Kellner waren nett, aufmerksam aber nicht aufdringlich (das ist heutzutage eine Erwähnung wert!)
Die Atmosphäre war angenehm, die Tische nicht zu eng aufgestellt.
Von mir gibt es 4 Sterne
Wir werden wieder kommen
Mein Beitrag zu Restaurant Spitzweg – Ich bin Hape42 – auf Qype
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