Gestern Abend hat mich seit langem mal wieder ein Film an die “Kiste” gefesselt.
Ich hatte ja schon vermutet, dass bei den Coen-Brüder mal wieder was tolles rauskommt, wenn sie sich mit dem richtigen Stoff auseinander setzen. Der Film bassiert auf einem Roman von Cormac McCarthy und erzählt von einer misslungenen Drogenübergabe irgendwo in Texas. Das Ganze spielt in den früher Achtzigern. Neben vier Oscars erhielt der Film noch viele weitere Auszeichnungen.
Um was geht es denn konkret (ohne gleich den Film zu verraten )?
Ein Vietnamkriegsveteran (Josh Brolin: Llewelyn Moss) kommt rein zufällig an den Ort des misslungenen Drogendeals und sieht dort die Leichen der sich gegenseitig erschossenen Gangster. Er findet einen Koffer mit zwei Millionen Dollar und nimmt den mit. Er wird selbstverständlich gejagt. Von den Mexikanern, einem Killer der Mafia (Javier Bardem: Anton Chigurh) und mehr oder weniger vom Sheriff (Tommy Lee Jones: Sheriff Ed Tom Bell) .
Der Film wird vom Katz- und Mausspiel zwischen Moss und Chigurh getragen. Dabei ist es faszinierend zu Sehen, wie konsequent man als Killer sein kann (mehr werde ich nicht verraten, schaut euch den Film an). Ist es für meine Psyche eigentlich bedenklich, wenn ich einen psychopatischen Killer “cool” finde?
Über den Schluss des Filmes kann man sicher streiten. Für mich war das aber genau richtig so!!
Tja, was soll ich da als Fazit noch schreiben?
Für mich war das ein blutrünstiger, melancholischer Film, fast schon poetisch in seiner Darstellung des Killers, wie er gar nicht anders kann, da er ja selbst sich an seine Regeln halten muss. Nicht zu Vergessen ist eine ordenliche Prise scharzer Humor. (Der Sheriff ist so cool und trocken in seinen kleinen Bemerkungen)
Ich werde den Film mir bestimmt noch mal anschauen.
Ich amüsier mich grad köstlich über diesen Film. Für mich einer der besten von Loriot.
Köstlich auch der Hund, von dem man immer nur en wedelnden Schwanz sieht. Erinnert immer irgendwie an Rübe.
>>> Er lungert vormittags im Haus rum, Sie sieht ihn und erschrickt. Er: “Ich wohne hier”. Sie: “Aber doch nicht um diese Zeit!”
So ähnlich fühl ich mich auch manchmal, wenn ich Urlaub habe
noch mehr köstliche Zitate:
“Für ältere Herrschaften haben wir die Waldmeister-Weichcreme-Variante entwickelt. Die Geschmackspartikel entfalten sich übrigens am besten durch abwechselndes Lutschen und Kauen. Ich weiß nicht, ob Sie da schon…?” – “*Würg* hmmja… doch…”
“Halt! Stellen Sie das wieder hin! …Wie sind Sie hier reingekommen!?” – Putzfrau: “Durch die Haustür.”
“Ich möchte dich daran erinnern, daß wir nie verschiedener Meinung sind.” – “Dann empfehle ich dir, dich meiner Meinung anzuschließen.”
“Melosine! / Krawel, Krawel! / Taubtrüber Ginst am Musenhain! / Trübtauber Hain am Musenginst! / Krawel, Krawel!”
“gehörst Du zur Familie? (der Opa zur Kellnerin) “Nee” “Schwein gehabt”
Gestern abend hab ich es endlich mal geschafft, Broken Flowers zu sehen.
Broken Flowers ist eine Tragikomödie von Regisseur Jim Jarmusch, der auch das Drehbuch schrieb und den Film produzierte.
Jim Jarmusch hat das Drehbuch exklusiv für Bill Murray geschrieben.
Ein ruhiger, manchmal skurriler Film, der sogar (bei dem Gespräch mit seinem (vieleicht-)Sohn) mit philosphischen Weisheiten aufwartet. Sinngemäß hat Bill Murray folgendes von sich gegeben:
Die Vergangenheit ist vorbei; das war alles mal, das weiss ich sehr genau
Die Zukunft ist ungewiss, niemand kann wissen, was wirklich auf einem zukommt.
Also ist das einzige, das zählt, die Gegenwart. Das ist das, was wir wirklich haben und somit das einzige, das zählt.
Ich hoffe, ich hab da jetzt nicht allzuviel in das “Zitat” hinzu gedichtet.
Handlung (geklaut bei Wiki)
Gerade als der allmählich in die Jahre gekommene IT-Fachmann und ewige Junggeselle Don Johnston von seiner jungen Freundin Sherry verlassen wird, erhält er einen anonymen rosafarbenen Brief, der ihn darüber informiert, dass er einen 19-jährigen Sohn habe, der sich auf die Suche nach ihm gemacht habe.
Dons Nachbar Winston, ein begeisterter Hobby-Detektiv, beginnt Nachforschungen nach der Verfasserin des Briefes anzustellen und kann die Zahl der möglichen Kandidatinnen auf fünf reduzieren, von denen jedoch eine inzwischen durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Schließlich bringt er Don dazu sich perfekt ausgestattet auf eine Odyssee quer durchs Land zu den möglichen Absenderinnen zu begeben. Es ist nicht nur eine Reise zu Johnstons “Ehemaligen”, sondern, wie der gesamte Film, für den Zuschauer auch eine ironisch zugespitzte Führung durch die amerikanische Gesellschaft. Dons Reise ist zwar ereignisreich, bleibt jedoch erfolglos, keine der Frauen kann (oder will?) ihm Hinweise auf einen möglichen Sohn geben und so kehrt er nach Hause zurück. Dort trifft er vor einem Restaurant einen jungen Mann, von dem er (irrtümlich?) annimmt, er sei sein Sohn.
Da uns die ersten Shreckteile sehr gut gefallen haben, waren wir voller Vorfreude auf den neuen Teil.
Leider hat er uns nicht so gefallen.
Gut, es gab ein paar Lacher. Aber irgendwie fehlte etwas. Womöglich hat sich die Idee, Märchen auf die Schippe zu nehmen, einfach abgenutzt.
Und David (5) ging es eindeutig zu gruselig zu. Erst stirbt in Großaufnahme der König. (sehr dramtaisch mit “bin immer noch nicht tot, aber jetzt, nein doch nicht, aber jetzt…”) Dann wurde “dauernd” von töten und erledigen usw. gesprochen. War ein wenig zu viel für einen 5-jährigen. Für David waren einfach zu viele Bösewichter unterwegs. Das Happy End konnte ihn einigermaßen versöhnen. Aber an die Klasse der ersten Teile kam dieser 3. Teil auf Meilen nicht ran…
Man(n) sollte kurz vorm zu Bett gehen nicht zappen!
Schwerer Fehler!
Auf 3sat hatte gestern abend grad “Lost Highway” von David Lynch begonnen. Als Liebhaber “seltsamer Filme” konnte ich nicht widerstehen. Und ich habe es nicht bereut!
Es war für mich mal wieder ein übersinnlicher, psychotischer Thriller. “Typisch” Lynchbilder (allerdings gab es doch einige Szenen in grau/weiss, die sehr grob gepixelt waren, da war es bei allem Wohlwollen schwer etwas zu Erkennen) und wie immer mit einem faszinierenden aber schwer zu Beschreibenden Klang-Design. Dazu tolle Musik von David Bowie, Smashing Pumpkins und Rammstein.
Tja, der Mediamarkt ist von meinem Arbeitsplatz nur 3-5 Gehminuten entfernt.
Ich kann der Versuchung oft widerstehen, aber heute konnt ich nicht anders:
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