Sternenspiel
Roman
Klappentext:
Das große Planetenabenteuer
Nachdem man auf der Erde das Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit entdeckt hat, bricht die Menschheit ins All auf – und trifft auf das sogenannte “Konklave”, eine interstellare Organisation, in der etliche außerirdische Spezies versammelt sind. Diese Organisation wurde geschaffen, um den Völkern der Galaxis ihre jeweilige Rolle zuzuweisen.
Dies sind die Abenteuer des Kosmonauten Pjotr Chrumow, der eines Tages in seinem Raumschiff einen blinden Passagier entdeckt, einen Vertreter einer kleinwüchsigen Reptilienrasse, die sich gegen das “Konklave” verschworen hat. Zunächst glaubt Pjotr, die Angelegenheit still und leise bereinigen zu können. Er ahnt nicht, dass sich sein Leben – und das aller Menschen – für immer verändern wird

Sternenspiel von Sergej Lukianenko ist Wälzer von mehr als 600 Seiten! Mit einem normalen Schriftbild hätte man das locker auf <500 Seiten eindampfen können. Das hat mich erst mal misstrauisch gemacht.
Der Roman hat sich dann doch sehr schnell als Lesegenuss rausgestellt. Und das große Schriftbild hat das noch unterstützt.
Endlich mal wieder ein Science Fiction Roman wie ich ihn (auch) mag. Ich will hier nicht zu viel verraten. Es geht um vielerlei Aliens, ohne Königreiche und Prinzessinen. Mit viel unrealistischer Technik ähnlich wie bei Startrek. Da wird nicht lange über die Unmöglichkeit von Hyperräumen geschwafelt, da wird einfach 12 Lichtjahre in quasi Nullzeit gejumpt.
Ich lieb zwar technisch ausgefeilte Science Fiction, aber manchmal darfs eben auch eine Überdosis Technikspinnerei sein. Schliesslich ist das keine Dokumentation oder Fachliteratur.
Neben all der Technik und den unterschiedlichsten Außerirdischen geht es um ein totalitäres Gesellschaftsmodell das auf mich (und den Protagonisten!!) äußerst abschreckend wirkt.
Die Geschichte ist in einem angenehmen Schreibstil flott und spannend erzählt, immer wieder gewürzt durch originelle Ideen und gelegentliche philosophische Passagen, die aber absolut ins Bild passen.
Ein absolutes Lesevergnügen.
Man muss aber wissen, dass die Geschichte aus zwei Bänden besteht. Die Geschichte endet plötzlich quasi mitten drin. Man sollte den zweiten Band (Sterneschatten) unbedingt bereit liegen haben.
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