gelesen: Die Physiker
Die Physiker
Roman
Klappentext:
“Dürrenmatt hat versucht, die paradoxe Situation darzustellen, in die das fortgeschrittenste Wissen, das der Kernphysik, geraten ist. Es gilt uns als Gipfel menschlicher Erkenntnis. Seine Formulierung hat auch die Hinrichtung der Welt möglich gemacht. Was machen die Entdecker, wenn sie Verantwortung für die Welt spüren? Gibt es Bewahrung der Welt vor dem Wissen? Bewahrung des Wissens vor dem Zugriff der Macht? Die Lösung der Frage führt- auf das Theater. Zum Versteckspiel, zur Maskerade. Dürrenmatts Kernphysiker Möbius, der Entdecker der furchtbaren Formel, flüchtet, seine Familie preisgebend, ins Irrenhaus. Er spielt Irrsinn, er fingiert die Heimsuchung durch den Geist Salomos, um das, was er entdeckte, als Produkt des Irrsinns zu diffamieren. Maskerade wird da zu einem moralischen Akt.” Frankfurter Allgemeine Zeitung “Dürrenmatt führt seine Geschichte mit unerbittlicher Konsequenz zu einem Ende, welches die Türen dieses Irrenhauses aufsprengt, tödlich gefährdenden Expolivstoff aus den eben noch schützenden Mauern entläßt in eine schutzlos preisgegebene Welt, und kein Zuschauer entzieht sich tiefster Betroffenheit. Was Dürrenmatt hier aus den Maskierungen gewinnt, wie er etwa das Geigenspiel Einsteins einsetzt, wie er die Positionen fortlaufend vertauscht: das ist nicht nur virtuos, es ist einzigartig. Dürrenmatts Komödie “Die Physiker” wird im Theaterleben der Gegenwart Epoche Machen.” Irma Voser / Neue Züricher Zeitung

Nach “Der Richter und sein Henker” war das jetzt mein zweiter Dürrenmatt. Und wieder bin ich begeistert.
Die Physiker ist ja ein typisches Schulbuch. Ob man aber die Moral in dieser Geschichte als junger Mensch wirklich verstehen kann, wenn man damit auch noch um Zensuren kämpfen muss?
Auf jeden Fall ist es ein sehr kurzweiliges Stück. Gelesen in wenigen Stunden. Man könnte es wesentlich schneller lesen, wenn man nicht immer wieder über die tiefgründigen (versteckten?) moralischen Verstrickungen im Umgang mit Verantwortung als Wissenschaftler sinnieren müßte. Und dann geht das wieder unkompliziert in Geschmunzel über. Wenn sich etwas so einfach und flüssig liest, steckt wahrlich eine große Kunst des Schreibens dahinter.
Ich habe es als Schüler leider nicht lesen müssen/dürfen. Hat das einer von Euch als Schüler gelesen? Falls ja, wie war das damals?
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