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Golf auf Rezept

Fast exakt vor vier Wochen hat es begonnen. Mein Golfspiel war nicht nur durch meine spielerischen Fähigkeiten gehandicapt, es war auch gesundheitlich durch die Rückenschmerzen stark negativ beeinflußt. Das Ganz hat sich ja dann als Hüftbursitis rausgestellt. An den Hexenschuss vom 12.11.2010 denk ich schon fast gar nicht mehr. (Mein Chef meinte nur: Da hilft nur noch Wiedergeburt…)

Aber das gehört jetzt der Vergangenheit an. Der liebe Onkel Doktor hat mir die Heilung bestätigt. Es zwickt zwar noch ein wenig in der Gegend der linken Hüfte, aber mit dem Schmerz der vergangenen Wochen kein Vergleich.

Ich frag den Arzt ganz treuherzig, ob ich mich denn jetzt wieder  gefahr- und schmerzlos nach vorne beugen kann. Andeutungsweise stelle ich mich im Behandlungszimmer wie bei der Ansprechposition hin. Sagt der doch : “Ja das schon, aber sie sollten sich auch regelmäßig in der Hüfte drehen. Ich frage: “So?” und bewege mich in etwa wie beim Aufschwung und vollende fast den gesamten Schwung. “Genau so”, meint er grinsend. “Sie spielen wohl auch Golf, das ist gut, das wird Ihnen helfen genau in den kritischen Zonen beweglich zu bleiben”

 

Ich habe jetzt also den ärztlichen Rat (Auftrag?) regelmäßig die Beweglichkeit meiner Hüften zu trainieren. :-D

Jetzt muss nur noch das Wetter mit spielen…

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Hüftbursitis

Die Schmerzen in der linken Hüfte werden immer schlimmer.

Samstag hab ich mich noch auf das Training gefreut, aber von Minute zu Minute wurde es schlimmer. Wir sind dann schnell auf Chips umgestiegen, da da der Schmerz dank kleinerer Bewegung am erträglichsten war. Wie durchgeknallt ist das denn? So im Nachinein hätte ich besser abbrechen sollen!

Heute morgen konnte ich mir nicht mal selbst die Schuhe binden! Nach zwei Stunden im Büro kam ich endlich auf die Idee mal zu meinem Arzt zu fahren. Der hat ziemlich rasch eine Hüftbursitis diagnostiziert. Eine Schleimbeutelentzündung in der Hüfte.  Er hat da mal einen entzündungshemmende Spritze in den entzündeten Schleimbeutel gejagt. Seit dem geht’s etwas besser.

Na toll. Aber immerhin nix mit der Wirbelsäule. Nach bisherigem Befund.

Der Schmerz ist ständig da und verstäkt sich, wenn man auf die Hüfte drauf drückt. Ich soll möglichst auf dem Rücken schlafen. Aha, das mach ich dann am Besten, wenn ich wach bleibe, denn ich gehören den “ImSchlafRumWälzern” an. Drum bin ich wohl seit Wochen wie gerädert.

Also zusammengefasst hat der Arzt gemeint, der Schmerz verstärkt sich wenn:

  1. ich auf der Seite liege
  2. Treppe steige
  3. zu lange stehe
  4. zu weich und zu lange sitze
  5. Hüfte wiederholt beuge

Na, da hab ich ja voll zugelangt:

  1. Wie gesagt, ich wälze mich im Schlaf, kann das auf der Seite liegen kaum vermeiden
  2. versuche aus Fitnessgründen schon das ganze Jahr auf den Fahrstuhl zu verzichten
  3. hatte letzte Woche eine Konferenz von früh bis spät
  4. siehe 3.
  5. Tja, genau das habe ich Samstag beim Training gemacht

Der Arzt und ich nehmen an, dass der Schleimbeutel schon erheblich gereizt war, die letzten Wochen haben da aber noch ordentlich einen oben drauf gegeben.

Bis 6.12. ist jetzt Treppenverbot, sitzen und stehen sollen sich angemessen abwechseln, Golf  ist auch verboten. Seufz. Aber es gibt ja noch Theorie ;-) Und dieser Blog hier…

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Hexenschuss

Mittlerweile sind 5 Tage seit meinem Hexenschuss vergangen.

Mittlerweile kann ich wieder nahezu schmerzfrei vom Stuhl aufstehen.

Und das ohne fremde Hilfe!

Heute Abend probier ich mal leichtes Chippen. Wenn das geht, hol ich mir gleich für Samstag und Sonntag ne Startzeit.

Nofalls lauf ich nur mit dem PW übern Platz, aber ich muss wieder raus…

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Rückenschmerz

Dienstag Abend hat es angefangen. Leicht vergrippt war ich wohl schwach und empfänglich genug für eine leichte Zerrung in der linken Nierengegend. An die Situation kann ich mich nicht mehr erinnern. Plötzlich war der Schmerz da?!

Das hat bis heute eigentlich “nur” genervt. Tat ein wenig weh. Manchmal etwas mehr, aber war auszuhalten.

Bis auf Heute Vormittag. Ich beug mich nur ein wenig nach vorne um etwas aus dem Kühlschrank zu holen. Da schiesst es wie eine glühende Nadel in die linke Seite. Ich kann mich nicht mehr aufrichten. Muss vor dem Kühlschrank leicht gebeugt stehen bleiben. Keinerlei Bewegung ist möglich. Aber der Kopf funktioniert noch; Ich muss nämlich ganz schön grinsen, als der Kühlschrank anfängt zu piepsen (weil er zu lange geöffnet ist) und ich mir vorstelle, wie bescheuert das aussehen muss, wie ich da so gebeugt, mit schmerzverzerrtem Gesicht vor dem piepsenden Kühlschrank stehe. Ich zwinge mich ein paar Schritte zurück (dauerte gefühlte Stunden) und werfe die Kühlschranktür zu. Langsam richte ich mich auf. Ich lebe noch! Glaub ich.

Ein paar kleine Schritte hin und her. So senkrecht stehend ist es gar nicht sooo schlimm. Ich mache gleich mal ein paar Puttbewegungen zur Kontrolle. Das geht ganz gut wenn auch unter Schmerzen. Aber geht. Also noch kein Vollinvalide.

Ganz mutig probier ich mal eine kleine Pitchbewegung. Aaaarrgggghhh. Das geht gar nicht. Sobald sich die Hüfte nur ein wenig dreht, schießen mir glühende Schmerzpfeile durchs Gehirn. Na toll. Ich bin also doch tot.

Mühsam schleppe ich mich ins Wohnzimmer, reibe mich dick mit Voltaren ein und setze  mich auf die Couch. Ein wenig blättern im neuen Golfjournal lenkt mich ein wenig ab. Mist, ich hab Durst. Flasche Wasser steht vor mir, aber ich muss mich extrem vorbeugen um da dran zu kommen. Unter Schmerzen besorge ich mir ein Glas Wasser (eine Geburt kann auch nicht schlimmer sein.)

Jetzt, so ca. 5 Stunden später, fängt es an, langsam besser zu werden. Grad eben bin ich nur noch unter leisem Stöhnen aufgestanden. Hinsetzen geht auch schon viel besser. Eine Wärmeflasche und Kissen im Rücken helfen. Und dass es draussen seit Stunden sehr stark regnet hilft meiner Rekonvaleszenz sehr. Wär eh nichts geworden heute mit golfen…

Morgen um 12:00 hab ich Training mit Videoanalyse. Hoffen wir mal, dass der Schmerz über Nacht einfach verschwindet. Sowas gibt es doch, oder?

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Tendovaginitis Stenosans

Hier kommen ja “jede Menge” Suchende zu dem Thema bei mir vorbei.

Dann werde ich auch mal von der OP und den Heilungsfortschritten erzählen.

Die OP war in ca. 1 Stunde schon vorbei. Dank Vollnarkose habe ich davon überhaupt nichts mit bekommen

Ich muss sagen, ich hatte mir das alles viel schlimmer vorgestellt. Die Wundschmerzen setzten so ca. 2.3 Stunden nach der Narkose ein. Aber das war auszuhalten. Mehr zur Vorsorge nahme ich am OP-Tag alle 3-4 Stunden eine Schmerztablette (Ibuprofen) Die Finger konnte ich quasi stündlich mehr und mehr bewegen. Heute kann ich sogar schon eine Faust machen.

Den Verbandswechsel habe ich mal für ein paar Bilder genutzt ;-)

Zu der Orange gefärbten Haut ist der blaue Faden doch ein schöner Kontrast

Hand1

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Captain Hook?

Boaah. Ist das echt schon so lange her? Am 27. April ergab die Diagnose Tendovaginitis stenosans !

Und morgen um 8:00 wird endlich operiert. Wird schon schief gehen ;-)

Falls nicht, kann ich mir ja immer noch was tolles dran bauen lassen.

Gibt es da womöglich auch einen Aufsatz für den Hobbygolfer?

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Tendovaginitis stenosans

Tja, das ist die Diagnose.
Erstmal muss die Golfkarriere für ca. 2 Monaten auf Eis gelegt werden. Denn der Operationstermin ist erst am 28.5.09 (und das sei sogar noch früh…) Dann Genesung und etwas Krankengymnastik.

Für alle Nicht- ehfrauen Mediziner: :mrgreen:

Tendovaginitis stenosans ist ein soganannter Springfinger. Jede Beugesehne läuft durch ein Ringband. Beim Springfinger kommt es zu einer Verdickung der Sehne oder des Ringbandes oder beidem. Dadurch läuft die Sehe nicht mehr frei durch das Ringband. Sie klemmt quasi. Beuge ich die Finger, bleiben die Finger gebeugt. Nur mit großem Kraftaufwand (= schmerzhaft) springen die Finger wieder zurück. Manchmal muss man da auch die andere Hand zu Hilfe nehmen.

Bei mir betrifft das leider gleich zwei Finger: Mittel- und Ringfinger. *Aua*

Wenn man das nicht behandeln läßt, befindet man sich in eine Art Teufelskreis. Durch das schlechte Gleiten werden Entzündungen hervorgerufen, die wiederum schlechter gleiten lassen. Genau das ist bei mir passiert. Hab das seit mehreren Wochen mehr oder weniger ignoriert. Jetzt kann ich die linke Hand kaum noch benutzen. Mist!

Also, wird operiert. Das ist nichts Großes. Lokale Betäubung. Dann wird ein ca. 2 cm langer Schnitt über dem erkrankten Ringband gemacht und das Ringband längs gespalten. Dann der andere Finger. Das wars.

Die Operation wird um 8:00 sein. Ich werde mir mal für 14:00 eine Startzeit holen, etwas Rekonvaleszenz sollte ich mir gönnen ;-)

(Ab 1.5. kann man bei unserem Golfclub die Startzeit sogar Online buchen. Super Sache!)

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